Das Rom der Päpste (Frühmittelalter) Seminar „Rom im Mittelalter“




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Das päpstlich-fränkische Bündnis

Belal Chahrour
1. Einleitung

Dieses Kapitel des Readers befasst sich mit dem päpstlich-fränkischen Bündnis. Es wird versucht in aufeinander folgenden Schritten die damaligen Entwicklungen dazustellen.

Der Hauptteil enthält eine Fragestellung. Darauf folgt der Erste Unterpunkt, er beschreibt die Gegebenheiten in Rom und dem Mittelmeer vor dem Bündnis. An konkreten Beispielen werden die Veränderungen in Rom nachvollziehbar gemacht. Das seit der Völkerwanderung Europa im Umbruch ist, kann man nachvollziehen, aber Aufgrund der Komplexität der Geschehnisse, konzentriere ich mich stark an den Islam und dem byzantinischen Reich als die Macht Faktoren, die starken Einfluss auf die Stadt Rom und Italien hatten.

Dann wird da gelegt, wie sich das fränkische Königtum dem Papsttum annähert und welche Konsequenzen sich für die Stadt Rom und Italien ergeben haben. Wobei versucht wird, kenntlich zu machen, dass es sich um eine wechselseitige Abhängigkeit handelt.

Zu guter letzt werden die neuen Veränderungen in Rom und Italien, welche aus dem Bündnis entstanden, dargestellt. Ein Beispiel ist die Pippinische Schenkung, aus der letztendlich der neue Kirchenstaat entstanden ist.

Diese Gliederung mit Fragestellung und drei Unterpunkten zeigt uns also im ersten Schritt, wie Rom und Italien vor dem Bündnis da standen, in einem zweiten Schritt, wie es zum Bündnis kommen konnte und was für eine Rollenverteilung dahinter steckt. Und in einem letzten Schritt die Auswirkungen auf die Stadt Rom und Italien und somit auf ganz Europa.

Da sich dieser Reader mit der Etablierung der Päpste in Rom beschäftigt, hat dieses Kapitel einen hohen Stellenwert, es macht nachvollziehbar, wie die Stadt Rom und somit der Papst, man kann davon ausgehen, das das Schicksal dieser Stadt auch mit dem Schicksal des Papstes verflochten war, sich den neuen Gegebenheiten anpassen.

In dem vorgehenden Kapitel über die Topographie der Stadt Rom ist zu lesen, das es eine Zeit des Niedergangs als auch des Aufbaus, der Veränderungen gab. Auch daran sehen wir die Relevanz des Themas zu anderen Themen. Denn die neuen Machtstrukturen Rom – Frankenreich, welche die alten Rom – byzantinisches Reich abgelöst haben, gaben der Stadt ihr Gesicht.

Im nächsten Kapitel erfahren Sie etwas über die Pippinische Schenkung und die Entstehung des Kirchenstaates, wenn Sie sich mit dem päpstlich-fränkischen Bund befassen, haben Sie sich gutes Grundwissen angeeignet, um dann die Gründe der Pippinischen Schenkung besser nachvollziehen zu können.
1.1 Der Forschungsstand

Man ist sich nicht sicher, ob die Pfalz zu Panthion, wo sich König Pippin und Papst Stephan II. getroffen haben, der Ort der Vertragsabschlüsse ist. Sehr umstritten ist die Frage, ob es sich um eine oder ein Bündel von Bindungen handelt. Eine Anzahl von Forschern unterscheidet zwischen zwei großen Rechtsbeziehungen, einen zwischen Papst und Frankenherrscher geschlossenen Bund der Freundschaft und eine rechtlich bindende Verpflichtung des Frankenkönigs zum Schutz der römischen Kirche. Eine weitere Gruppe von Forschern glaubt zwar an ein wechselseitiges Bündnis zwischen König und Papst, aber nicht als eine Bindung, sondern als zwei einseitige Verpflichtungsakten, einem des Königs, der zum Gefolgsmann Petri geworden ist und einem des Papstes, der sich seinerseits in die Schutzgewalt des Königs gestellt habe. Eine dritte Gruppe von Forschern sieht in der Befreiung der römischen Kirche und des römischen Volkes von den Langobarden durch den Frankenkönig eine völkerrechtliche Verpflichtung. Viele Forscher kommen zu dem Ergebnis, das 754 eine Schutzverpflichtung der Franken für die römische Kirche entstanden ist. Auch eine Freundschaftsbeziehung glauben viele zu erkennen, obwohl Schutzpflicht und Freundschaft unterschiedlich interpretiert werden. Untersuchungen zu zwischenstaatlichen Beziehungen lassen die Freundschaftsbehauptungen in einem besseren Licht dastehen.

Neuere Forschungsansätze befassen sich mit der Frage, wie es zu dem päpstlich-fränkischen Bündnis kommen konnte. Ein Zeitschriften Aufsatz beschäftigt sich mit der Persönlichkeit des Bonifatius, dieser kommt zu dem Ergebnis, das es der Angelsachse war, der die aktuelle fränkische Staatsgewalt mit der höchsten geistlichen Autorität in Rom verbindet, um der Reform der Kirche des Landes Legitimation und Richtung zu geben. Die historische Größe Winfried-Bonifatius sieht man darin, das er als Angelsachse von Außen kommend, den heidnischen Völkern Deutschlands und der in sich geschlossenen fränkischen Landeskirche das Tor zu der Welt der Christenheit aufmacht, nicht mit einem König sondern mit dem römischen Papst an der Spitze.
2. Das päpstlich-fränkische Bündnis

Das Bündnis enthält zwei Zentrale Punkte, auf der einen Seite die Schutzverpflichtung des Pippin II. für die römische Kirche und auf der anderen Seite der Freundschaftsbund zwischen König und Papst. Berechtigt darf man sich die Frage stellen, warum der Bischof von Rom, der oberste Hirte der Kirche mit dem Franken König eine Bindung einging, die ihm verpflichtete und ihm somit dem König gleichstellte. Die gleiche Frage gilt auch für Pippin II., der trotz dem Willen vieler seiner Anhänger, den Langobarden den Krieg erklärte. Eine Antwort auf diese Fragen ist nur dann zu finden, wenn man sich mit der politischen Situation und dem funktionalen Zusammenhang beschäftigt, aus dem diese Verbindung entstanden ist.


2.1 Die Stadt Rom vor dem päpstlich-fränkischen Bündnis

Im 7. Jahrhundert wandelte sich das politische, ökonomische und kulturelle Bild in Rom, auf Grund von Veränderungen im Mittelmeerraum. Der Mittelmeerraum wurde Stück für Stück von dem Mohammedaner erobert, Nordafrika war am Ende des Jahrhunderts an die Mohammedaner gefallen und es begann der Vorstoß nach Europa, was zum Fall Spaniens führte. Das Mittelmeer wurde somit von Mohammedaner dominiert.

Das byzantinische Reich führte einen Verteidigungskrieg gegen den Islam im Süden, Slawen und Bulgaren auf dem Balkan und gegen die Langobarden in Italien. Durch diese Anzahl an Bedrohungen sah sich das Reich in seiner große immer mehr beschränkt. Das byzantinische Reich hatte in Italien und Rom Stützpunkte, welche sehr ineffektiv waren. Trotz dieser Lage, versuchte das Reich, die Stadt Rom und Italien uneingeschränkt zu beherrschen und ihnen ihren Willen aufzudrängen. Dies führte immer weiter zu einer Entfremdung Roms und Italiens zur Ostkirche und dem Kaiser. Dennoch waren sie Aufgrund ihrer Interessen auf die Zusammenarbeit gezwungen.

An zwei Beispielen sollen die Veränderungen in Rom, die aufgrund der Veränderungen im Mittelmeerraum hervorgerufen worden sind, erläutert werden.

Durch den Verlust Nordafrikas ist die Getreide Versorgung der Stadt zusammen gebrochen, schon in der Antike galt Nordafrika als die Kornkammer des römischen Reiches. Die Schifffahrtslinien des Mittelmeers als auch die italienische Küste waren bedroht, diese Faktoren führen zu einer schlechten ökonomischen Versorgung der Stadt. Es gab aber auch positive Veränderungen, die Eroberung des Ostens und Nordafrikas trieb Flüchtlinge nach Rom, diese brachten östliche Reliquien, Feste und Gebräuche mit, was Rom zu einer Stadt mit großer Menschenvielfalt machte. Der Einfluss dieser Menschen auf Liturgie und Lehre führte zu einer Veränderung der Einrichtungen und der Dekoration römischer Kirchen.

Als 726 das byzantinische Reich die Bilderverehrung verbot und Rom sich weigerte, dies anzuerkennen, kam es zu Auseinandersetzungen. Weder die byzantinische Besetzung, weder die engen Verbindungen nach Byzanz, noch der Zeitweilige Zustrom von Menschen aus dem byzantinischen Reich konnten Rom, dem Osten näher bringen. Rom blieb eine westliche Stadt.


2.2 Der lange Weg zum päpstlich-fränkischen Bündnis

Eine erste Annäherung der Franken an den römischen Glauben hat um 500 statt gefunden. Der Merowinger Chlodwig nimmt bei seiner Taufe das katholische Christentum an. Die Missionierung der Franken beginnt, die sich von den anderen Germanenstämmen unterscheiden, welche den Arianismus angenommen hatten. Der angelsächsische Mönch Wynfrid-Bonifatius erhält vom Papst den Missionsauftrag und reformiert die fränkische Kirche.

Das sind die ersten Vorgänge einer Annäherung der Franken an den Papst in Rom. Aber erst durch die Karolinger sollte eine päpstlich-fränkische Verschmelzung stattfinden.

Bei dem Merowinger war es Rechtsbrauch, dass jeder Besitz im Erbfall unter alle Söhne aufgeteilt wurde. Die Teilungen und die Streitigkeiten zwischen den Königen, die sich bald einstellten, schwächten die Macht der Merowinger. Die Hausmeier der Teilreiche, die ursprünglich Verwalter der königlichen Besitzungen und des Haushalts waren, gewannen so sehr an politischen Einfluss, dass sie schließlich die erste Stelle im Reich einnahmen. So würden aus den merowingischen Herrschern Schattenkönige und die Macht des Reiches lag bei den karolingischen Hausmeiern. Aber die Merowinger besaßen noch das Königsheil, das den Volk nach alten germanischen Vorstellungen reiche Ernte, Siege im Krieg und Friedenszeiten bescheren sollte.

Also nützt Pippin der jüngere dank Bonifatius die guten Beziehungen zum Papst aus und schickt Bischof Burchard von Würzburg und Fulrad mit der Frage nach Rom, ob es gut sei, einen machtlosen König zu haben. Der Papst ist der Meinung, dass der Macht Inhaber König sein soll. So sicherte sich Pippin die Rückendeckung des Papstes, um die Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt der königlichen Würde zu überwinden.

Pippin wurde 751 in Soisson von dem Franken zum König gewählt.

Als die Langobarden, an deren Spitze sich Aistulf befand, Rom gefährlich worden, sah Papst Stephan II. keine andere Möglichkeit, als König Pippin persönlich um Hilfe zu bitten. Pippin reagierte darauf mit einem Schutzversprechen für die römische Kirche.

754 zu Ostern in Quierzy wurde der Krieg gegen die Langobarden beschlossen, dem Papst Gebiete versprochen, die noch zu erobern waren. Dazu kam ein „Bund gegenseitiger Liebe“, was ein fränkischer Brauch der Schwurfreundschaft war. Später salbte der Papst Pippin als Gegenleistung und gab ihm den Titel des Patricius der Römer, was ihm zum Schutz Herr der Römer machte und dem Kaiser des Ostreichs ablöste.

Dieses wechselseitige Verhältnis war im Interesse beider und legitimierte sie gegenseitig. 754 begann der Feldzug, das fränkische Heer war siegreich und die Langobarden müssten die fränkische Oberhoheit anerkennen. Ein zweiter Versuch Aistulf die Macht zu übernehmen scheiterte erneut.

Die Langobarden mussten die eroberten Gebiete um Ravenna zurückgeben, die der Papst erhielt, der sich somit eine eigene „res publica Romana“, also ein unabhängiges Herrschaftsgebiet in Italien schaffte, wie in der Pippinischen Schenkung von Quierzy abgemacht worden war.

Die Leistung Pippins liegt darin, das die Umwendung des Papstes vom byzantinischen Osten zum germanischen Westen, als auch die Gewinnung Italiens und somit die werdende abendländische Einheit ihm zu verdanken ist.
2.3 Die Stadt Rom nach dem päpstlich-fränkischen Bündnis

Byzanz war de facto in Nord und Mittelitalien ausgeschaltet worden und hatte in der europäischen Politik keinen Einfluss mehr. Die große Macht in Italien war nun Rom, mit der Kirche an deren Spitze. Als später Karl der Große zum Herrscher der Franken wurde, beherrschte er und der Papst Nord und Mittelitalien. Karl war nun der uneingeschränkte Schutzherr der Stadt Rom. Die Stadt, welche sich vom Ostreich lösen konnte und sich nur auf dem Mittelmeerraum beschränkte, wurde zu einer Macht im Westen, politisch vielleicht nur ein Fürst über ein großes Gebiet in Italien, aber geistlich der Herrscher Europas. Wir haben also eine geistliche, als auch weltliche Hauptstadt des Papstes. Papst, Kirche und die Stadt Rom waren somit auf einer Einheitlichen Ebene gleichgestellt. Die Stadt wurde von neuen Pilgern aus dem Norden besucht, Könige schickten Geschenke. Von dieser Stadt verbreitete sich der Glaube nach Norden aus. Souveräne Stadt und Landverwaltungen wurden erstellt. In Rom und auf dem Land begann man mit der Bildung von Militär. Kleriker und Laien sollten in der Verwaltung sich um auswärtige Beziehungen und dem Besitz der Kirche in Rom kümmern, Richterposten entstanden.

Es entstand eine römische Elite, die starken Einfluss auf die Papstwahl nahm. Die Interessen dieser Familien prallten immer stärker aufeinander. Lokale Landstädte begannen sich gegenseitig zu bekämpfen. Trotz dieser Unruhen, kann man von einer soliden Regierung in Rom ausgehen, wobei das Kleinvolk nicht vertreten war, sondern nur die großen, einflussreichen Familien.

Jeder kleinste Machtverbleib Byzanz in Italien sollte entfernt werden, eine Bewegung gegen alles Fremde entstand. Man entfernte byzantinische Titel wie zum Beispiel „dux“ und ersetzte sie durch römische Titel aus der Vergangenheit, in der Rom einst ein Zentrum der Welt war.

Die Karte Roms als auch das Bild wurden stark geprägt. In der ganzen Stadt präsentierten Neubauten die Vitalität und die neue Stellung Roms in Europa. Die Erinnerung an die Machtposition sollte lange Zeit in der Vorstellung der Menschen verankert bleiben.
3. Zusammenfassung

Am Anfang des früh Mittelalters haben wir mit Rom eine Stadt, die sich gegen viele Völker verteidigen muss, ihre Existenz ist kontinuierlich gefährdet, der Islam und die Langobarden sind nur zwei von vielen Bedrohungen, der Rom ausgesetzt war. Das byzantinische Reich als Schutzherr war nicht mehr zu gebrauchen, es übte sogar eine Tyrannei ähnliche Herrschaft über die Römer aus. Viele Feinde und gar keine Freunde beziehungsweise Beschützer trieben den Papst ins Frankenreich, die wichtigste Macht im damaligen Europa. Aus dieser Gegenseitigen Hilfe, man darf nicht vergessen, dass es der Papst war, der Pippin und somit den Karolingern die Legitimation für ihre Herrschaft über die Franken gab, entstand ein Bündnis. Die wichtigsten Punkte dieses Bündnis waren die Pippinische Schenkung und die Schutzpflicht der Franken für die römische Kirche. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass sich beide Akteure, König und Papst gegenseitig brauchten um sich zu stärken als auch zu legitimieren. Die zwei Akteure dieses Bündnisses waren sich der Tragweite ihrer Handlungen nicht ganz bewusst. Aber dieses Bündnis begründet das abendländische Europa. Durch dieses Bündnis entstand Roms fester Sitz in der abendländischen Welt und das byzantinische Reich als Machtfaktor verschwand aus Italien und deren Erbe ging an Rom. Diese Veränderungen lassen sich auch an den Gebäuden und Einrichtungen der Stadt selbst erkennen. Während in der byzantinischen Tyrannei Rom und Italien zu leiden hatten, brachte das Bündnis neue Vitalität in die Stadt. Menschen aus Europa strömten nach Rom, die Herrscher schickten Geschenke, Rom wurde zu einer Tragenden Säule des abendländischen Europa oder anders formuliert, die christlichen Wurzeln des Abendlandes liegen in Rom.




4. Literaturverzeichnis
Caspar, Erich, Pippin und die römische Kirche. Kritische Untersuchungen zum fränkisch-päpstlichen Bunde im VIII. Jahrhundert, Darmstadt 1973.
Krautheimer, Richard, Rom. Schicksal einer Stadt; 312-1308, München 1987.
Schieffer, Rudolf, Die Karolinger, 4. Aufl., Stuttgart 2006.
Schieffer, Rudolf, Der Gottesmann aus Übersee: Die christliche Botschaft öffnet eine größere Welt, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 57 (2005), S. 13-22.
Schimmelpfennig, Bernhard, Das Papsttum. Von der Antike bis zur Renaissance, 3. Aufl., Darmstadt 1988.
Zimmermann, Harald, Das Papsttum im Mittelalter. Eine Papstgeschichte im Spiegel der Historiographie, Stuttgart 1981.

Das Rom der Päpste (Frühmittelalter)

Schlussbetrachtung
Nach Betrachtung der Einzelthemen lässt sich sagen, dass die Entwicklung Roms im Mittelalter wesentlich durch das Handeln und Wirken des Papsttums und der speziellen Papstpersönlichkeiten mitgestaltet wurde. Vor allem das Stadtbild mit Architektur, Kirchen und anderen christlichen Bauwerken prägen bis heute das Stadtbild Roms und zeugen von einer lebhaften Vergangenheit.

Dabei durchlebte der Einfluss des Papsttums viele Tiefen wie zum Beispiel den Investiturstreit mit Kaiser Heinrich IV., aber auch viele Höhen wie die Ausweitung der weltlichen Macht in Rom, deren Basis unter Gregor dem Grossen gelegt wurde und in den nachfolgenden Jahrhunderten weiter ausgebaut wurde.

Gregor unterstütze die Stadt Rom bei der Ausbreitung ihres Rufs einer Heiligen Stadt, beispielsweise durch die Missionierung Europas, und so entwickelte sich die Stadt auch auf Grund ihrer Märtyrergräber und Reliquien zum „magischen Zentrum des Westens“.

So war seit der Zeit Gregors des Großen der Stuhl Petri der religiöse Mittelpunkt der westlichen Christenheit, was dem wirtschaftlichen Aufschwung – allen voran dem Fremdenverkehrsgewerbe – zu enormen Steigerungen verhalf.




1 Fuhrmann, Horst: Die Päpste. Von Petrus zu Johannes Paul II. München 1998, S. 25

2 Granfield, Patrick (Hg.): Das Papsttum. Kontinuität und Wandel, Westfalen 1984, S. 1.

3 Quintus Septimius Florens Tertullianus starb nach 220. Er war ein früher christlicher Schriftsteller, der von Augustinus unter den Häretikern genannt wird. Es gibt keine Überlieferung seiner Werke.

4 Kirchenrat des Kantons Zürich (Hg.): Die heilige Schrift des Alten und des Neuen Testaments. Das neue Testament, Zürich 1987, S. 27.

5 Der Donatismus (benannt nach Donatus, einem ihrer Führer) bezeichnet eine nordafrikanische schismatische Bewegung, die seit dem 4. Jahrhundert existierte. Ihrer Meinung nach ist das Sakrament nur innerhalb der wahren, einen, sichtbaren Kirche möglich. Priester- und Bischofsweihen sowie Taufen durch Verräter (wegen der Auslieferung der Heiligen Schrift unter Diokletian während der Christenverfolgung) sind nichtig, ja sogar unheilvoll.

6 Brox, Norbert: Das Papsttum in den ersten drei Jahrhunderten, in: Greschat, Martin (Hg.): Das Papsttum I. Von den Anfängen bis zu den Päpsten in Avignon, Bd. 11 (Gestalten der Kirchengeschichte), Stuttgart u.a. 1985, S. 41.

7 Wurde im Abschnitt „Die Anfänge des Papsttums“ bereits erwähnt.

8 Mehr zum Thema Arianismus ist dann nachzulesen im Abschnitt „Ein theologisches Grundproblem der Zeit: Der Kampf gegen den Arianismus“ im nächsten Teil.

9 vgl. hierzu auch die Ausführungen im vorhergehenden Abschnitt „Die Anfänge des Papsttums“.

10 wegen der Rangfolge von Bischof, Metropolit und Patriarch vgl. Angenendt, Arnold: „Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900“, Stuttgart – Berlin – Köln 1990, Seite 63 & 65.

11 vgl. Angenendt, Arnold: „Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900“, Stuttgart – Berlin – Köln 1990, Seite 69 & 141.

12 vgl. Angenendt, Arnold: „Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900“, Stuttgart – Berlin – Köln 1990, Seite 238.

13 Angenendt, Arnold: „Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900“, Stuttgart – Berlin – Köln 1990, Seite 94.

14 vgl. ebendieser, Seite 63.

15 ebendieser , Seite 59.

16 Fuhrmann, Horst: „Die Päpste. Von Petrus zu Johannes Paul II.“, München 1998, Seite 42.

17 Arnaldi, G. & Marazzi, F.: Artikel „Rom“ (A. vom 4. bis zum 10. Jahrhundert), in: Angermann, Norbert u.a. (Hgg.): „Lexikon des Mittelalters.“, Band 7 (Planudes bis Stadt (Rus’)), München 1995, Spalte 968.

18 Bezieht sich auf die Kontroverse um den Weiterbestand Roms im Übergang zum Mittelalter, unter

Einfluss der Völkerwanderung. Seit Antike vorherrschende Kontinuitätstheorie ging vom

Fortbestand des Imperium Romanum und der Stadt Rom bis zum Ende der Weltgeschichte aus. Historiker,

wie z.B. Alfons Dopsch, stützten diese Theorie. Sahen eine Kontinuität im Übergang von der Antike zum

Mittelalter. Die Katastrophentheorie italienischer Humanisten wendete sich gegen diese Theorie des

Fortbestands. Vertrat die Ansicht der Zerstörung und Barbarisierung des antiken römischen Imperiums

durch die Völkerwanderung.

Vgl. Angenendt, Arnold, Das Frühmittelalter, 1995, S.34.

Vgl. Demandt, Alexander, Art. „Spätantike“, in: Der grosse Ploetz, 2005, S.287.



19 Der Begriff „abitato“ bezeichnet im italienischen eine Siedlung oder einen Ortskern. Wird hier zur

Kennzeichnung der dicht besiedelten Gebiete innerhalb Roms verwendet. Krautheimer, Richard: Rom.

Schicksal einer Stadt 312-1308. S.81.


20 Der Begriff „disabitato“ steht im Italienischen für unbewohnt. Hier wird er als Bezeichnung für die

unbewohnten Flächen Roms verwendet, die sich durch Weingärten, kleine Ruinen und vereinzelte

Bauernhöfe auszeichneten und sich in weiten Flächen zwischen den eng bewohnten Siedlungskernen

erstreckten. Krautheimer, Richard: Rom. Schicksal einer Stadt 312-1308. S.81.



21 Paulus Diaconus (eigentl. Paul Warnefried) war ein Langobarde der letzten Generation, der im achten Jahrhundert die Chronik seines Volkes niederschrieb. Seine „Geschichte der Langobarden“ gilt bis heute als eine der wichtigsten Quellen für die Forschung.

22 In der Literatur wird für diese Gebiete die Bezeichnung ‚Pannonien’ verwendet.

23 Jarnut, Jörg: Die Landnahme der Langobarden in Italien aus historischer Sicht, in: Ausgewählte Probleme europäischer Landnahmen des Früh- und Hochmittelalters. Methodische Grundlagendiskussion im Grenzbereich zwischen Archäologie und Geschichte, hg. v. Michael Müller-Wille/Reinhard Schneider (Vorträge und Forschungen 61), Sigmaringen 1993, S.184.

24 Jarnut, Jörg: Geschichte der Langobarden, Stuttgart 1982, S.47.

25Otto Abel (Hg.), Paulus Diaconus und die übrigen Geschichtsschreiber der Langobarden, übersetzt von Otto Abel, Leipzig 1849, S.36.

26Werner Goez, Grundzüge der Geschichte Italiens in Mittelalter und Renaissance, Darmstadt 1975, S.34.

27Der Exarch (vergleichbar mit einem Statthalter) leitete das Exarchat. Exarchat war die Bezeichnung für byzantinische Amtsbereiche in Italien und Nordafrika.

28 Eine Übersetzung dieses Begriffes ist schwierig, doch am ehesten trifft es wohl die Bezeichnung ‚Herzog’.

29 Konstantinos P. Christou, Byzanz und die Langobarden. Von der Ansiedlung in Pannonien bis zur endgültigen Anerkennung (500-680), Athen 1991, S. 148.

30 Otto Abel, Paulus Diaconus, S.75.

31 Christou, Byzanz und die Langobarden, S. 151.

32 Ebd., S.174.

33 Goez, Italien in Mittelalter und Renaissance, S.43.

34 Ebd., S.45.

35 siehe dazu den Essay zum Thema „Die Pippinische Schenkung und die Entstehung des Kirchenstaates“

36 Seppelt, Franz Xaver, Schwaiger, Georg: Geschichte der Päpste. >Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, S.58.

37 Fuhrmann, Horst: Von Petrus zu Johannes Paul II. Das Papsttum: Gestalt und Gestalten, München 1980,

S. 93.



38Krautheimer, Richard: Rom. Schicksal einer Stadt 312-1303, München 1987, .73.

39 ebd. S.75.

40 Heinzelmann, Martin: Gregor I., in : Lexikon des Mittelalters, Bd.4, München 1989, S.1663.

41 Fuhrmann, Horst: Von Petrus zu Johannes Paul II. Das Papsttum: Gestalt und Gestalten, München 1980, .S.98.

42 ebd.

43 ebd. S. 95.

44 Jenal, Gregor: Gregor I., der Große, in: Das Papsttum I. Von den Anfängen bis zu den Päpsten in Avingon, hrsg. Greschat, Martin, Stuttgart 1985, 98.

45 Siehe auch Unterthemen „Rom: Von der Spätantike zu Gregor dem Großen“ und „Rom nach Gregor“.

46 Siehe auch Unterthema „Gregor der Große als Missionar”.

47 Siehe auch Unterthema „Die politische und wirtschaftliche Situation innerhalb Roms im Übergang von Spätantike zum Frühmittelalter“.

48 Krautheimer, Richard: Rom. Schicksal einer Stadt 312-1308, München 1987, S. 75

49 Ebd., S. 90.

50 Krautheimer, Richard: Rom. Schicksal einer Stadt 312-1308, München 1987, S. 97.

51 Fuhrmann, Horst: Die Päpste, Von Petrus zu Johannes Paul II.,CH Beck Verlag, München 1998, S. 84

² vgl. dazu „Rom-Byzanz“





52


53 Hermann Kinder, Werner Hilgemann, Manfred Herget: dtv-Atlas Weltgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. September 2006, S.138

54 vgl. hierzu Punkt 2.1. „Arianismus“

55 Fiedrowicz, Michael: Das Kirchenverständnis Gregors des Großen. Eine Untersuchung seiner exegetischen und homiletischen Werke. Erschienen in: Römische Quartalsschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte, 50. Supplementheft, Verlag Herder Freiburg, 1995, S. 16f

56 Gemeint ist hier die Entwicklung des Christentums von ca. 45 bis ca. in die Mitte des 4. Jahrhunderts in der Antike. Geprägt war diese Zeit durch die Festigung des Christentums, die Kirche wird zu einer hierarchisch organisierten Anstalt. Des Weiteren die Entwicklung grundlegender Theologieverständnisse.

57 Es gibt bis zur Zeit Gregors 4 Kirchenväter, die die Vermittler der griechischen Theologie im Westen gewesen sind: Hieronymus (Bibelausgabe in lateinischer Sprache), Ambrosius („christliche Pflichtenlehre) und Augustin.

58 Vgl. hierzu das nachfolgende Thema „Gregor der Große als Missionar“.

59 Fuhrmann, Horst: Die Päpste, Von Petrus zu Johannes Paul II.,CH Beck Verlag, München 1998, S. 93


60 Vgl. Krautheimer, Richard (2004), S.81.

61 Vgl. Krautheimer, Richard (2004), S.81.

62 Vgl. Birch, Debra J. (1998), S.131.

63 Vgl. Gregorovius, Ferdinand (1978), S. 395.

64 Vgl. Krautheimer, Richard (2004), S.127.

65 Vgl. Krautheimer, Richard: S.128.

66 Vgl. Davis, Raymond: S.238.

67 Schneider, Reinhard: Das Frankenreich; in: Oldenbourg. Grundriss der Geschichte hg. v. Bleicken/Jochen Gall/Lothar und Jakobs/Hermann, Band 5, München 2001, S.23.

68 Erkens, Franz-Rainer: Das Königtum Pippin des Jüngeren; in: Die Zeit- Welt- und Kulturgeschichte, Epochen, Fakten, Hintergründe in 20 Bänden, Band 6 Aufstieg des Islam, Hamburg 2006, S.377.

69 Schneider, Reinhard: Das Frankenreich; in: Oldenbourg. Grundriss der Geschichte hg. v. Bleicken/Jochen Gall/Lothar und Jakobs/Hermann, Band 5, München 2001, S.23.

70 Ebd., S.23.

71 Schieffer, Rudolf: Die Karolinger, Band 441, 4.überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart, Berlin, Köln, 2006, S.60.

72 Ebd., S.60-61.

73 Erkens, Franz-Rainer: Das Königtum Pippin des Jüngeren; in: Die Zeit- Welt- und Kulturgeschichte, Epochen, Fakten, Hintergründe in 20 Bänden, Band 6 Aufstieg des Islam, Hamburg 2006.

74 Siehe Abb.1

75 Oelsner, Ludwig: Jahrbücher des fränkischen Reiches unter König Pippin, 1.Auflage, 1871; in: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, 2. unveränderte Auflage, Berlin 1975, S. 131.

76 Ebd., S.133.

77 Schieffer, Rudolf: Die Karolinger, Band 441, 4.überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart, Berlin, Köln, 2006, S.63.

78 Ebd., S. 63-64.

79 Oelsner, Ludwig: Jahrbücher des fränkischen Reiches unter König Pippin, 1.Auflage, 1871; in: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, 2. unveränderte Auflage, Berlin 1975, S. 138-139.

80 Bischöfe, Mönche und Kaiser (642-1054), hg. v. G. Dragron, P. Riché, A. Vauchez, deutsche Ausgabe bearbeitet und herausgegeben von E. Boshof; in: Die Geschichte des Christentums. Religion, Politik, Kultur, hrg. V. J.-M. Mayeur, C. und L. Pietri, A. Vauchez und M.Venard, Band 4, Freiburg, Basel, Wien 1994, S. 686.

81 Ebd., S.666-669.

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