Proseminar: „Der Ionische Aufstand und seine Folgen“




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Philipps- Universität Marburg Sommersemester 2010

FB 06 Geschichte und Kulturwissenschaften/

Seminar für Alte Geschichte

Proseminar: „Der Ionische Aufstand und seine Folgen“

Leitung: Kerstin Droß, M.A.




Die Selbstdarstellung des Dareius

(DB- „Behistum-Inschrift“)

Vorgelegt von:

Michael Ferger

Matrikelnummer: 44270

Potsdamer Str. 25 3. Semester BA Geschichte

35039 Marburg

Tel.: 06421- 41161

E-Mail: ferger@fergers.de

Abgabedatum: 30.09.2010



Die Selbstdarstellung des Dareius

(DB-„Behistum-Inschrift“)



Gliederung


Inhaltsverzeichnis ……………………………………………………………..

I

1. Einleitung…………………………………………………………………….

1

2. Quellen……………………………………………………………………….

2

3. Historische Ausgangslage …………………………………………………..

2

4. Das Behistum-Relief …………………………………………………………

4

4.1. Die Lage des Reliefs………...………..……………………………………

4

4.2. Beschreibung des Reliefs……….……………..…………………………..

5

4.3. Die Chronologie des Denkmals………………………………..…………..

5

4.4. Es kündet Dareius der König über sich.....…..…………………………..

6

4.5. Dareius über die „Lügenkönige“ ……………..…………………………..

8

4.5.1. Die Machtübernahme…………………………………………………….

8

4.5.2. Die Niederschlagung der Aufstände……………………….……………

11

5. Resümee………………………………………………………………………

14

6. Quellen und Literaturverzeichnis …………………………………………..

II

I

1. Einleitung


Er muss diesen Felsen schon für einen ganz außergewöhnlichen archäologischen Fund gehalten haben, hätte Henry Creswicke Rawlinson sonst versucht, unter halsbrechenden Bedingungen eine Abschrift der Keilinschriften des auf ihn angebrachten persischen Felsenreliefs zu erhalten? Der britische Militärberater und Archäologe hatte diese dreisprachige Inschrift 1837 oberhalb des Dorfes Behistum1 in der Nähe der persischen Stadt Kermansha gefunden. Als „König“ aller Keilinschriften wird der in drei Sprachen verfasste Bericht oft bezeichnet, leistete er doch einen großen Beitrag zur Entschlüsselung der altpersischen Schrift.2 Mit dem Relief, das der persische König Dareius I.3 ein Jahr nach seinem Herrschaftsantritt (verm.521/520 v.Ch.) schaffen ließ, beschäftigt sich diese Arbeit.

Das Felsenrelief ist ca. 5m hoch und 15m breit. Das Zentrum bildet ein etwa 3m hohes und 5,5m breites Bildrelief, das den Großkönig Dareius I., zwei Höflinge und sieben von ihm besiegte und gefesselte sog. „Lügenkönige“ darstellt. Über allen schwebt eine beflügelte Gottesfigur.4 Umgeben wird das Bildrelief durch dreisprachige inhaltlich identische Texte in elamischer, babylonischer und altpersischer Schrift.

Die Inschriften berichten von der Machtübernahme und der Niederschlagung von Aufständen im großpersischen Reich zu Beginn der Regierung des Dareius.

Diese Arbeit geht den Fragen nach, warum der König gerade diesen Standort gewählt hat, in welcher Zeitfolge die Texte angebracht wurden und was Texte und Reliefbilder berichten und zu berichten beabsichtigen. Gibt uns Dareius ein Zeugnis der Geschichte Persiens oder verfolgt er möglicherweise mit seinem „Tatenbericht“ einen anderen Zweck? Durch Vergleich einiger Darstellungen von Ereignissen, über die auch Herodot berichtet, sollen Probleme der historischen „Wahrheitsfindung“ beleuchtet werden.

Methodisch werden, nach Beschreibung des Reliefs und seiner Chronologie, h
1
istorische Ereignisse der Machtübernahme und der frühen Regierungsepoche des

Dareius an Hand der Felseninschriften beleuchtet und hinterfragt.5



2. Quellen
Über die von mir behandelte kurze Zeit der Geschichte Persiens berichten nur wenige Originalquellen: Die Felseninschriften von Behistum vorweg, sowie deren Kopien, die man weit verstreut im Großreich fand. Eine direkte Nachahmung steht in Persepolis, Schriftrollen auf Leder sind weit verbreitet und sogar auf Papyrus fand man Teile der Behistum-Inschrift auf der Nilinsel Elephantine in aramäischer Schrift. Viele kleine, in Persepolis gefundene Tontäfelchen mit kurzen Verwaltungsinschriften, ermöglichen Datierungen und geben einen Vorstellung vom politischen Alltagsgeschäft.6
Unter den vielen Griechischen und lateinischen literarische Quellen nehmen die Historien von Herodot über die Perserkriege eine Vorrangstellung ein, da er am Nahsten am Zeitgeschehen war und, zumindest nach seiner eigenen Darstellung, sich um authentische Geschichtsschreibung bemühte. Andere antike Autoren (Aischylos, Xenophon, Platon, Aristoteles, Isokrates, Ktesias, Plutarch, Arrian) vertiefen das Bild über den Niedergang des Perserreiches. Daneben enthält das Alte Testament Hinweise zur Geschichte Persiens.

Bei diesen Quellen, die Fritz Gschnitzer als „geformte Erzählungen“ bezeichnet7, wird sich die Arbeit weitgehend auf einen Vergleich der Behistum-Texte mit den Darstellungen des Herodot beschränken.



3. Die historische Ausgangslage

König Kyros II. (der Große) schuf zwischen 559 und 529 v.Chr. ein riesiges großpersisches Reich, das von Kleinasien über Babylon und dem Hochland des Iran8 bis an die Grenze Indiens reichte. Dank seiner überragenden Persönlichkeit blieb es nach Junge im Vielvölkerstaat relativ ruhig. Vor allem gelang es ihm einen gewissen Status quo in dem immer schärfer werdenden Konflikt zwischen der nach politischer Macht strebenden Priesterkaste der Magier und dem persischen Hochadel zu schaffen. Die Magier huldigten dem Zarathustragott Ahuramazda und verbreiteten einen Glauben, der dem alten Volksglauben des persischen Adels entgegenstand.9 Kyros’ Sohn Kambyses II. konnte die Stabilität im Reich jedoch nicht aufrecht erhalten. Die Magier gewannen wieder mehr an Macht.

Kambyses ermordete angeblich wegen eines drohenden Putschversversuches seinen Bruder Bardiya (von Herodot Smerdis benannt), dem während des Ägyptenfeldzuges die Verwaltung des Reiches oblag. Schließlich übernahm der Magier Gaumata die Macht.10 Dieser machte sich durch geschickte Politik beim Volk beliebt. Er schwächte die Macht des Adels durch Aufteilung ihrer Güter unter das Volk, hob die Wehr- und Gefolgschaftspflicht auf, erließ einen mehrjährigen Steuererlass und ordnete die Zerstörung achämenidische Kultobjekte an. Daneben verzichtete er faktisch auf alle von Kyros und Kambyses eroberten Gebiete.11 Junge geht davon aus, dass diese soziale und kulturelle Revolution das Reich in seinen Grundfesten erschütterte, dem der Adel nur ohnmächtig zuschauen konnte.12

Aufstände, Unruhen und Separationsbestrebungen an verschiedenen Stellen des Perserreiches waren die logische Folge, deren Niederschlagung Dareius später den Hauptteil der Behistum-Felseninschrift widmet.

Als Mitglied des persischen Hochadels war er entschlossen, dieser Entwicklung nicht tatenlos zuzuschauen. Als Kambyses unerwartet in Ägypten starb, nutzte Dareius diese Gelegenheit, zusammen mit sechs persischen Adligen, zu einem Putsch. Sie ermorden den Gaumata, und Dareius wird von den Mitverschworenen, nach einer von Herodot überlieferten „Verfassungsdebatte“ und einem „Gottesurteil“ 13 für das Königsamt bestimmt. Kurz darauf steht er als Usurpator an der Spitze der

Macht.14

Von der Ermordung des Gaumata, der Rechtfertigung seiner Machtübernahme und der Niederschlagung der Aufstände berichtet Dareius in der außergewöhnlich aufwendig gestalteten Behistum-Inschrift, die im Folgenden näher analysiert wird.

4. Das Behistum-Relief
4.1. Die Lage des Reliefs
Das Relief befindet sich auf einer Felswand bei dem Ort und gleichnamigen Berg Behistum, etwa 60m über einem Quellsee. Eine uralte Karawanenstraße, später als Seidenstraße bekannt, verbindet hier die Gegend um Babylon mit dem Osten des Reiches.

Der Berg Behistum liegt zwischen den beiden iranischen Städten Kermanschah und Hamadan15, dem antiken Hauptort Mediens im Südosten des Zagros-Gebirges. Dieser Ort wurde schon seit sehr früher Zeit als „Platz der Götter“ bezeichnet16. Hier befanden sich Jahrtausend alte Felsdarstellungen und religiös-kultische Opferstätten. Auch für die Achämenidenkönige war es der heiligste Ort.17 Hier fand Dareius auch das Vorbild für sein Relief: das Felsenbild des Lullubäerkönigs Anubanini vom Beginn des 2. Jahrtausends. Die Übereinstimmung, dass Anubanini ebenfalls neun Gegner besiegt hatte, mag Dareius wie ein Omen erschienen sein und ihn veranlasst haben, sein Siegesrelief gerade an dieser Stelle zu errichten.18 Wichtiger jedoch war für die Wahl dieses Standortes, dass Dareius gerade hier Gaumata und dessen Mitverschwörer tötete, um die Macht selbst zu übernehmen.19 Einzig im „Platz der Götter“ wollte er seine Ruhmestaten, von den Menschen unerreichbar und damit unzerstörbar, der Nachwelt überliefern.



4.2. Beschreibung des Felsenreliefs
An Hand der Anbringung von Bild- und Textteil lässt sich vermuten, dass Dareius

zunächst nur das Bildrelief geplant hatte.

Das Relief ist von drei Seiten mit Keilinschriften in elamischer (Susa), babylonischer und altpersischer Schrift umgeben. Später wurden diese zwecks wissenschaftlicher Zuordnung in Kolumnen und in 76 Paragraphen gegliedert, (DB §§1 –76).

Abb. 1: Bildteil des Behistum-Reliefs mit Beischriften (Zeichnung). Quelle: Borger, Die Chronologie des Darius-Denkmals, 16 f.

Mehr als ein Kopf größer als die hinter ihm stehenden beiden Bogen- und Lanzenträger, hält Dareius einen Bogen in der Linken und setzt seinen rechten Fuß auf die Brust des am Boden liegenden Gaumata, der ihm die Hände flehend entgegenstreckt. Der Großkönig erhebt seine Hand zu dem über ihm schwebenden Symbol einer Gottesfigur. (Möglicherweise der Zarathustragott Ahuramazda oder das Symbol eines Glücksgottes). Diese hält den Ring der Herrschaft in der Hand, wie auch auf dem Felsenbild des Anubanini, um ihn dem König zu überreichen. Rechts von dem am Boden liegenden Gegner Gaumata stehen nacheinander die neun besiegten „Lügenkönige“, erheblich kleiner als der König und die Höflinge. Ihnen sind die Hände auf dem Rücken gefesselt und alle sind durch eine am Hals befestigte Schnur miteinander verbunden. Ganz rechts Außen befindet sich eine Figur mit Spitzhelm (ein Sarke), die ganz offensichtlich später hinzugefügt wurde. Alle Figuren, mit Ausnahme des Gottessymbol und der Höflinge, tragen Beischriften. Die „Lügenkönige“ hat Borger der Reihe nach nummeriert.

4.3. Die Chronologie des Denkmals
Ereignisgeschichtliche Vorgänge der Usurpation und der frühen Regierungszeit des Dareius kann man u.a. aus der zeitlichen Abfolge der Entstehung des Reliefs gewinnen. Die Reihenfolge der Inschriften konnte durch die Platzierung der Texte ermittelt werden. Während die erste elamische Inschrift offensichtlich geplant angebracht wurde, wurden die babylonischen Texte in vorhandene Restlücken eingefügt. Eine zweite elamische Inschrift ist erkennbar später angebracht worden. Auch redaktionelle Änderungen und offensichtliche Irrtümer lassen auf spätere Zufügungen schließen.20

Die altpersische Inschrift ist wegen besonders ungünstiger Positionierung zweifelsfrei die letzte Inschrift und eigens von Dareius in dieser Zeit geschaffen worden, was er zum Ende seines Berichtes in DB § 70 auch selbst berichtet: „Nach dem Willen Ahuramazda, das (ist) die Schriftform, die ich geschaffen habe, obendrein auf Arisch,… und sie wurde geschrieben und mir vorgelesen…“. 21

Ereignisgeschichtliche Probleme gleich zu Beginn der Machtübernahme zeigt folgendes chronologisches Beispiel der Inschrift: Dareius erwähnt in der Urfassung seine zunächst gleichbedeutenden Mithelfer aus dem Hochadel namentlich nicht, sondern spricht nur „von einigen Leuten“, (DB § 16) um seinen persönlichen Verdienst an der Ermordung Gaumatas und der Machtübernahme hervorzuheben. Deutlich später fügt er ihre Namen und Verdienste hinzu und billigt ihnen und ihren Familien auf Dauer besondere Rechte zu. (DB §§ 68-69). Irgendwelche Ereignisse müssen ihn in der Zwischenzeit zu einem Umdenken bewogen haben, so dass er nachträglich versucht, sie „schriftlich“ und für alle Zeit sichtbar zu besänftigen.22
Vier Entstehungsphasen ermittelt z.B. Walter Hinz und leiteten daraus das Entstehungsdatum23 und Momente der Ereignungsgeschichte ab.24
4.4. Es kündet Dareius der König über sich
Die königliche Formel „Es kündigt Dareius der König“ setzt Dareius den einzelnen Abschnitten seines Berichtes jeweils voran.25

Die erste Relieffassung enthielt über dem Kopf des Königs folgenden Text in elamischer Sprache, da die altpersische ja noch nicht existierte:26

Ich bin Dareius der König, Sohn des Hystaspes, ein Achämenide, König der Könige. Ich bin gegenwärtig König in Persien.

Es kündet Dareius der König: Mein Vater ist Hystaspes, des Hystaspes Vater ist

Arsames, des Arsames Vater war Ariaramnes, des Ariaramnes Vater war Teispes,

des Teispes Vater war Achämenes.

: Deswegen nennen wir unser Geschlecht das achämenidische. Seit alters her sind wir adlig, seit alters ist unser Geschlecht königlich.

: Acht unseres Geschlechtes haben vordem die Königsherrschaft ergriffen. Ich übe als neunter die Königsherrschaft aus. In zweiter Linie sind wir Könige“.27

Mit dieser Inschrift legitimiert Dareius seine Königsherrschaft, betont ausdrücklich, dass er rechtmäßiger König ist und führt seine Vorfahren bis auf den Stammvater des Achämenidengeschlechts zurück, indem er eine genealogische Verknüpfung der Teispiden-Linie des Kyros mit der eigenen Achameniden-Linie in Auftrag gab.28 Zwar ist es unstrittig, dass Dareius ein Achämenide war, aber eine Verwandtschaft mit Kyros wird von Wiesehöfer, A. Demandt und anderen bezweifelt.29 Dareius gesteht ein, dass er nur in zweiter Linie König ist, also kein unmittelbarer Nachfahre des großen Kyros. Er fügt aber gleich an, dass sein Geschlecht von alters her adlig ist und er (nach seiner erstellten Genealogie) als neunter die Königsherrschaft inne hat. Das muss eindeutig falsch sein30, es sei denn, die Genealogie des Dareius ließe sich unzweifelhaft belegen.

Mit dem Zusatz in DB § 5: „…Nach den Willen Ahuramazdas bin ich König. Ahuramazda hat mir die Königsherrschaft verliehen“ verstärkt Dareius seinen Königsanspruch als eine von Gott verliehene Herrschaft. Gleichzeitig bekennt er sich zu Ahuramazda als höchsten Gott, schreibt jedoch in DB§ 62 diplomatisch: „Ahuramazda stand mir bei, sowie die anderen Götter, die da sind…“. Im Perserreich war (Wiesehöfer, Junge u.a.) es üblich, andere Götter zuzulassen, ihnen gar Opfer zu bringen.

Schließlich steckt Dareius die Grenzen seines Reiches ab. DB § 6: …nach dem



Willen Ahuramazdas war31 ich König in Persien, Elam, Babel, (As)syrien, Arabien, Ägypten, die Meerbewohner, Sardes, Ionien, Medien, Armenien, Kappadokien, Pathien, Drangiana, Areia, Chorasmien, Baktrien, Sodg, Gandhara, Skythien, Satta-

gydien, Arachosien, Maka, insgesamt 23 Länder“.32

Mit der Nennung dieser ihm von Gott zur Herrschaft gegebenen Länder rechtfertigt er die Niederschlagung aller Separationsbewegungen in den aufständigen Gebieten, die bereits bedrohliche Ausmaße erreicht hatte.



4.5. Dareius über die „Lügenkönige“
Zentraler Punkt der Behistum-Inschrift und damit Mittelpunkt seiner Selbstdarstellung bilden die Berichte über die Niederschlagung der Aufstände gegen die sog. „Lügenkönige“. Die Ermordung des Gaumata und die darauf erfolgte Machtübernahme durch Dareius bilden unzweifelhaft den Forschungsschwerpunkt und sollen auch hier Mittelpunkt der Untersuchung sein. Viele Fakten sind immer noch ungewiss und höchst umstritten.

4.5.1. Der Machtübernahme
In den Paragraphen 10, 11 und 12 schildert Dareius die Vorgeschichte bis zur Machtergreifung Gaumatas, die auch von Herodot in einprägender, nahezu romanhafter Weise beschrieben wird, 33 jeder jedoch auf seine eigene Weise.

Die Formulierungen über Gaumata in DB § 11: „…Er belog das Volk…“, „…Darauf fiel das Volk von Kambyses ab…“ und „…Im IV. Monat am 9. Tage34 ergriff er die Königsherrschaft…“ und „…Die Königsherrschaft hat seit alters her unserem Geschlecht gehört…“35 bereiten propagandistisch den weiteren Bericht über das „unausweichlich notwendige“ Geschehen vor.

In DB § 13 folgt nun die aus seiner Sicht entscheidende und logische Konsequenz: „Es gab keinen Perser, keinen Meder, niemand aus unserem Geschlecht, der jenem Magier die Herrschaft entrissen hätte…Niemand wagte es, etwas über den Magier Gaumata zu sagen, bis ich kam. Dann bat ich Ahuramazda um Hilfe. Im VII. Monat am 10. Tage erschlug ich mit wenigen Männern jenen Magier Gaumata und seine wichtigsten Anhänger…. Ich nahm ihm die Herrschaft. Nach dem Willen

Ahuramazdas wurde ich König, Ahuramazda verlieh mir das Königtum.“36

Der Mord an Gaumata erhält hiermit nicht nur die moralisch höchste Rechtfertigung, sondern er stellt die Tat insbesondere als seinen ganz persönlichen Verdienst heraus. Sein Wagemut, sein Erbrecht und der Wille Gottes hat ihm das Königtum verschafft.37 Dass es sich bei den „wenigen Männern“ in Wirklichkeit um seine besten Freunde und ebenbürtige Mitverschwörer handelt, darf hier scheinbar nicht erwähnt oder sonst wie hervorgehoben werden. Dareius legt größten Wert auf die Behauptung, dass er die Erringung der Herrschaft nur der eigenen mutigen Tat und der Hilfe Gottes zu verdanken hat.38

In einem eindeutig späteren Nachtrag zur Inschrift folgen die 6 Namen der Mitverschwörer in feierlichster Form und der Mahnung, die Nachkommenschaft dieser Männer hoch zu halten. DB § 68: „…Dies sind die Männer, die damals dabei waren, als ich dem Magier Gaumata tötete, der sich für Smerdis ausgegeben hatte. Damals leisteten die Männer mir Hilfe als meine Anhänger: Ein Perser namens Inthapernes,…ein Perser namens Otanes…ein Perser namens Gobryas,… ein Perser namens Hydarnes, … ein Perser namens Megabyxos,… ein Perser namens Ardimanisch….39 Es müssen also nach der ersten Inschrift Ereignisse eingetreten sein, die Dareius zu diesem Nachtrag veranlasste.40

Nach Herodot war der Ermordung des Magiers eine gemeinsame Beratung aller sieben Verschwörer vorausgegangen und die Tat gemeinsam ausgeführt. Dareius hat zwar den tödlichen Dolchstoß vollzogen, was ihm aber nur durch eine gemeinsame Aktion gelang.41. Herodot fügt hinzu, dass es zwischen den Beteiligten zu einer Debatte um die zukünftige Staatsform des Reiches gekommen sei. F. Gschnitzer weist auf diese Einstellung ausdrücklich hin 42. Dieser Gemeinschaftsgedanke spiegelt einen typischen hellenistischen Grundgedanken wider.

Einen solchen Ablauf berichtet Dareius nicht.

Das von Herodot geschilderte Verfassungsgespräch hätte in Persien grundsätzlich nicht stattgefunden, da die Gesetzmäßigkeit einer Erbmonarchie dort niemand in Frage gestellt hätte.43 Man muss also folgern, dass diese Darstellung eher Herodots

Idee war oder er schöpfte sie aus falschen Quellen.

Bleiben die Fragen, wen Dareius wirklich ermordet und wie ausgerechnet er aus der Gruppe der sieben Adligen die Königswürde erhielt.

Ob Kambyses seinen Bruder Bardiya/Smerdis wirklich ermordete bzw. ermorden ließ, ob Dareius den Gaumata (der „falsche Smerdis“) oder den noch lebenden Bardiya oder möglicherweise sogar einen anderen Magier ermordete, wird kontrovers diskutiert.44

Exakte Quellen hierzu sind weder bei Darius noch bei Herodots zu finden.

Entspricht die Usurpation des Gaumata der Wahrheit, dürfte es sich um einen Aufstand medischer Gruppen um die persische Feudalität gehandelt haben. Hätte Kambyses seinen Bruder Bardiya nicht umbringen lassen, so wäre dieser rechtmäßiger Thronfolger und somit die Erzählung der Behistum-Inschrift ein Versuch des Dareius, seine Thronbesteigung zu rechtfertigen und zu legitimieren.45 Die Unstimmigkeiten der Geschichten sprechen zwar gegen Dareius, die Fragen müssen mangels eindeutiger Quellen jedoch unbeantwortet bleiben. Eindeutig ist nur, dass Dareius, der sich zum Vertreter des Erbkönigtums ausdrücklich bekennt, niemals hätte einmeißeln lassen, dass er den rechtmäßigen Thronfolger ermordet hätte.

Warum erhielt nun gerade Dareius von den sieben Adligen die Königswürde? Dareius sieht in seiner ersten Fassung ohnehin alles als sein Verdienst an, also gebührt ihm selbstverständlich die Königswürde. Herodot verknüpft offensichtlich zwei Versionen der Geschichte miteinander, die wahrscheinlich aus dem Kreis der Sechs und ihrer Nachkommen stammen, also persischem Ursprung sind jedoch nicht von Dareius.46 Das würde dem späteren Zusatz zur Behistum-Inschrift entsprechen, in der zwar Dareius seine absolute Vorrangstellung bewahrt, den sechs Adligen aber für alle Zukunft privilegierte Rechte einräumt. Die Frage, warum Otanes in Herodots Version zu Gunsten Dareius nach der Verfassungsdebatte scheinbar so selbstlos zurücktritt, kann kaum das Ergebnis einer Laune des Augenblicks sein. Nach Herodot ist Otanes’ Verzicht auf das Königtum im zweiten seiner verknüpften Erzählteile nicht vorhanden,47 dennoch passt er logisch in seine Geschichte, und gibt seiner Endfassung damit einen sehr griechisch anmutenden Ursprung, die die Verfassungsdebatte als ereignungsgeschichtliche Tatsache voraussetzt. Möglicherweise hat es diese Debatte tatsächlich gegeben, bei der Otanes eher eine freiheitlich-demokratische Ansicht vertreten haben mag. Die Iraner waren in der Achämenidenzeit durch die Lehre Zarathustras in das Denken in Gegensätzen im hohen Grade gewöhnt. Auch finden sich in der Erzählung über den ersten Mederkönig Deiokes48 oder gar im Alten Testament prinzipielle Kritik am Königtum.49

Es scheint naheliegend, dass Dareius auf Grund bestimmter Ereignisse im Umfeld der sechs zu einem Umdenken gezwungen war, dass er sich als König zwar durchsetzte, die Machtübernahme aber nicht so friedlich verlief, wie er selbst und Herodot es schildern. Auch spricht keiner davon, dass es nach der Königserhebung im Land zu großen Begeisterungsstürmen gekommen sei. Im Gegenteil: Der zweimalige gewaltsame Thronwechsel erschütterte das Reich. Vor allem gärte es in den östlichen Provinzen.50 Von Kleinasien bis in den fernen Nordosten des Reiches hatten ältere Dynastien bzw. Feudalgeschlechter die Wirren des umstrittenen Thronwechsels benutzt, um sich unabhängig zu machen.51

4.5.2. Die Niederschlagung der Aufstände
Von der Niederschlagung der folgenden Aufstände in insgesamt 19 Schlachten in einem Jahr berichtet Dareius in den Paragraphen DB §§ 16-51, sowie in den Nachträgen DB § 71-76 über die späteren Schlachten im Elam und gegen die Skythen. Herodot schildert den babylonischen Aufstand und widmet dem Feldzug gegen die Skythen ein eigenes Kapitel. Im Folgenden werden einige der Ereignisse exemplarisch behandelt. Da Herodot ihnen in seinen Berichten den größten einräumt, will ich mich im Folgenden auf Darstellungen des Reliefs zu diesen Themen beschränken.

DB § 16: „…Als ich Gaumata getötet hatte, darauf empörte sich ein Mann mamens Assina…in Elam. …“Ein Babylonier namens Nidintu-Bel52, der empörte sich in Babel….“

Der Aufstand des Assina53 ging von der elamischen Unterschicht aus. Unter Androhung schwerster Strafen lieferte ihn seine eingeschüchterte Gefolgschaft an Dareius aus.54 Dagegen standen im reichen, für die iranische Herrschaft lebenswichtigen mesopotamischen Babylon, weite Teile der Bevölkerung hinter dem Anführer. Erst mit großer Härte und einer langen Belagerung Babylons gelang es Dareius in zwei Schlachten den Aufstand nieder zu werfen. Davon berichtet Dareius in DB § 17-20 und Herodot.55

Laut Behistum-Inschrift brachen während des Aufstandes in Babylon im gesamten Reich Separationsbestrebungen aus. DB § 21:“…Während ich in Babel war, wurden diese Länder von mir abtrünnig: Persien, Elam, Medien, (As)syrien, Ägypten, Parthien, Margiana, Sattagydien, Skythien.“ In Margiana, einem Teil der Satrapie Baktriens, gelang es Frada, transkaspatische Steppenstämme zu einer Loslösung vom Perserreich zu vereinen und der Massagetenfürst Skuncha bildete eine Koalition der sakrischen Königreiche Turkestans.56 Dareius konnte diese Aufstände jedoch schnell niederschlagen lassen.57

Nachdem die Priesterschaft der Magier beseitigt war, sahen die Stammeshäupter der iranischen Länder (Provinzfürsten wie der Achämenide Dareius selbst), wie dieser eine neue Zentralgewalt zu errichteten begann. Viele fühlten sich bestärkt, die alten Stammesherrschaften wieder herzustellen und erhoben sich gegen Dareius. Die größten Probleme bereitete ihm dabei Phraortes in Medien, der das Mederreich wieder ins Leben zu rufen suchte.58 Dareius widmet der Bekämpfung dieser Rebellion breiten Raum. (DB §§ 24-34) Die geschilderten 10 Kämpfe waren seine Schicksalsschlachten, schien doch seine Situation völlig aussichtslos. Die Länder Parthien, Hyrkanien, Armenien und Sattagydien hatten sich mehr oder weniger fest mit Medien verbündet, und auch in Assyrien und Ägypten gab es Unruhen.59

Dareius gelang es jedoch, unterstützt von seinem Vater Hystaspes, seinen Verwandten Satrapen Vivana in Arachosien und Dadarschisch in Baktrien alle Rebellionen nieder zu schlagen.60 Phraortes wurde als „Lügenkönig Nr. 4“ besonders bestraft: „…Ich schnitt ihm Nase und Ohren und Zunge ab und stach ihm ein Auge aus. An meinem Tore wurde er gefesselt gehalten; alles Volk sah ihn. Danach pfählte ich ihn in Ekbatana, und die Männer, die seine vornehmsten Anhänger wa-



ren, die hängte ich in Ekbatana [in] der Festung auf.“61

Diese öffentliche Demonstration von Stärke, Macht und extremer Härte gegenüber aufständigen „Lügnern“ schien Dareius angebracht, ja geradezu lebenswichtig für Herrschaft und Reich. „…Du, der du nachmals König sein wirst, nimm dich vor der Lüge fest in acht. Einem Mann, der ein Lügenknecht ist bestrafe streng, wenn du so denkst: »Mein Land möge fest sein! «“.62

Nachdem in Babel der vorläufig letzte „Lügenkönig“ Aracha besiegt war, resümiert Dareius in DB § 52: „…Neunzehn Schlachten lieferte ich…und neun Könige nahm ich gefangen.“ Es folgen der Reihe nach die Namen der „Lügenkönige“ und die Länder, die sie jeweils abtrünnig machten. Sie entsprechen den „Lügenkönigen“ auf dem Relief: Gaumata/Persien, Assina/Elam, Nitindubel/Babylon, Martiya/Elam, Phraortes/Medien, Chscharthita/Medien, Titrantiachmes/Sagatien, Frada/Margiana, Vahyazdata/Persien und Aracha/ Babel.
Er schließt mit der Beteuerung: DB § 57: “…Bei Ahuramazda schwöre ich, dass dies wahr, nicht erlogen ist, was ich in einem einzigen Jahr getan habe“ und fügt in aller „Bescheidenheit“ hinzu: „…(Es) ist von mir noch vieles andere getan worden. Das ist in dieser Inschrift nicht beschrieben. …damit, der nachmals diese Inschrift liest, es nicht für übertrieben halte…und es nicht für unglaubhaft und erlogen ansehe“.63

Dareius hatte sich durchgesetzt, seine Macht war gefestigt. Dieses im Reich zu verkünden ließ er die Behistum-Inschrift verbreiten und schuf eine eigene Persische Schriftsprache, die auf dem Relief als letzte hinzugefügt wurde. 64

Die Inschrift am Behistum-Felsen verleitet Geschichtsschreiber zu zeitbedingter,

propagandistischer Interpretation. 1944 schreibt Peter Julius Junge: “Das arische Wesen muss im Kampf gegen Lüge und Trug, gegen Unrecht und Unterdrückung erhalten werden und den Geist seines Rittertums sollte seine Herrschaft über die ganze Welt tragen, …“65


5. Resümee
Für das Wissen über die Ereignisgeschichte der persischen Geschichte z.Zt. der Machtübernahme des Königs Dareius um 520 v.Chr. liefert er selbst die wichtigste Quelle in Form des Behistum-Felsenreliefs. Auf ihm schildert er die Umstände der Machtübernahme aus seiner Sicht. Obwohl die Inschriften propagandistischen Zwecken zur Rechtfertigung seines Thronanspruchs und den Umständen seiner Machtergreifung dienten, verdeutlichen sie doch die politischen Schwierigkeiten im Land. Aufstände und Separationsbewegungen mussten niedergeschlagen werden, oft mit brutaler Gewalt. Die Erringung der Macht, die Rechtfertigung der Usurpation und die Festigung des Großkönigtums hingen oft am seidenen Faden. Hiervon berichten Herodot und andere Geschichtsschreiber in abweichenden Versionen, so dass das tatsächliche Geschehen vielfach nur innerhalb einer „Grauzone“ unter Beachtung der unterschiedlichen Intensionen der Darstellungen bestimmbar bleibt. Diese ideologisch gefärbte Geschichtsschreibung erleichtert nicht gerade herauszufinden, wie es wirklich einmal war.

Deutlich ist aber, dass das Perserreich nicht für immer in alten despotischen Strukturen erstarrt war, sondern auch bis in den höchsten Adel hinein Gedanken von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit wirksam waren. Dieses zeigt die Auseinandersetzung zwischen Dareius und seinen Gefährten, die Selbständig und Freiheit und eine Sonderstellung für immer erhielten.



Quellen
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(1983-1985), 421-450.

Herodot, Historien, übers.v. A. Horneffer, Stuttgart, 41971.

Bibliographie
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Walter Hinz, Zur Behistum-Inschrift des Dareius, in: ZDMG Bd.96, 142, 327-349.

Peter J. Junge, Dareius I., König der Perser, Leipzig 1944.


H. Koch, Es kündet Dareius der König…, Vom Leben im persischen Großreich,

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H. Koch, Persien zur Zeit des Dareius, Das Achämenidenreich im Lichte neuer

Quellen, Marburg 1988 (Kleine Schriften aus dem Vorgeschichtlichen Semi-

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Eduard Meyer, Geschichte des Altertums Bd.4, Darmstadt, 61965.

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Josef Wiesehöfer, Das antike Persien, Düsseldorf 2005.

Josef Wiesehöfer, Das frühe Persien, Geschichte eines antiken Weltreiches, Mün-

chen 1999.

II



1 Je nach Autor werden anderen Schreibweisen verwendet, z.B. Behistun, Besutun, Behistan u.a.m. In

dieser Arbeit wird ausschließlich die o.g. Schreibweise verwendet.



2 Rüdiger Schmitt, Epigraphik-exegetische Noten zu Dareius’ Behistum-Inschrift in: Österreichische

Akademie der Wissenschaften (Hg.), Sitzungsbericht 561, Wien 1990.



3 Auch für den Perserkönig gibt es unterschiedliche Schreibweisen, z.B. Dareios (griechisch), Darius

(lateinisch), Dariamuš u.a.m. Im Folgenden wird die o.g. Schreibweise verwendet.



4 Rykle Borger, Die Chronologie des Dareius-Denkmals am Behistum-Felsen in: Göttinger Nachrich-

ten 1982, Phil.-Hist. Klasse, Göttingen 1982, 106-107.



5 Neben Rawlinson haben viele andere Forscher davor und danach die Behistun-Inschrift erforscht. G.F. Grotefend hatte 1802 die altpersische Keilschrift in Göttingen weitgehend entziffert, W. Hinz, L. Trümpelmann u.a. deren Chronologie ermittelt sowie H. Luschey und L. Trümpelmann 1963/64 da neue Photographien genaue Studien des Reliefs ermöglichten. Vergl.: R. Schmitt, Epigraphisch-exegetische Noten zu Dareius’ Behistum-Inschrift, in: Österreichische Akademie der Wissenschaft, Philosophisch-Historische Klasse, SbÖAW 561, Wien 1990, 9.

6 H. Koch, Es kündet Dareius der König…, Vom Leben im persischen Großreich, Mainz 1992, 12.

7 Fritz Gschnitzer, Die sieben Perser und das Königtum des Dareius in: Sitzungsberichte der Hei-

delberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, Heidelberg 1977, 11.



8 Iran bedeutet ursprünglich „Land der Arier“ und bezieht sich auf das iranische Hochland, „Persien“

geht auf Pars, dem Ursprungsland der Achämeniden im Süden des heutigen Landes zurück.



9 Peter J. Junge, Dareius I., König der Perser, Leipzig 1944, 43-44.

10 Der Wahrheitsgehalt und die genauen Vorgänge sind nicht ganz geklärt. Zweifelhaft ist, ob Bardiya

wirklich getötet wurde und wer tatsächlich durch die Gruppe um Dareius ermordet wurde. Die

Angaben werden in der Literatur abweichend dargestellt und beruhen wesentlich auf den Schilde-

rungen von Herodot, Historien, übers. v. A. Horneffer, Stuttgart , 41971, III. 30 bzw. III. 63 und

der Behistum-Inschrift.


11 P.J. Junge, Dareius I., 46-47.

12 ebda. 46.

13 Hdt. III. 76-78.

14 Josef Wiesehöfer, Das frühe Persien, Geschichte eines antiken Weltreiches, München 1999, 28-29.

15 Bei der Schreibweise von persischen Ortsnamen werden Sonderzeichen weggelassen und eine in

Deutschland übliche Schreibweise benutzt.



16 H. Koch, Es kündet Dareius der Könid…, S 17.

17 Wiesehöfer, Das antike Persien, 33-34.

18 H. Koch, Es kündet Dareius der König…, Vom Leben im persischen Großreich, Mainz 1992, 13-14.

19 Wiesehöfer, ebda, 33.

20 H.Koch, Es kündet Dareius der König…, 20.

21 Wiesehöfer, Das antike Persien, 38.

Wegen der vielen z.T. unterschiedlich langen Zitate der Behistum-Inschrift werden diese einheitlich

(in Anführungszeichen, kursiv und ohne Absätze) im Fließtext eingefügt.


22 Fritz Gschnitzer, Die sieben Perser und das Königtum des Dareius, 11.

23 Walter Hinz, Zur Behistum-Inschrift des Dareius, in: ZDMG Bd.96, 142, 327-331.

24 Rykle Borger, Die Chronologie des Dareius-Denkmals am Behistum-Felsen, 106-111.

25 Bei späteren Zitaten der Paragraphen wird auf die Wiedergabe dieser Formel verzichtet.

26 Im Folgenden wird die vorgestellte Formulierung: “Es kündet Dareius der König“ weggelassen und mit „…“ angedeutet.

27 R. Borger, W. Hinz, Die Behistum-Inschrift Dareius’ des Großen, in: TUAT I (1983-1985), 421-

422. Im Folgenden werden jeweils nur DB (entsprechende Paragraph und die Seitenzahl) genannt.

Es wird im Verlauf der Arbeit die o.g. Übersetzung gewählt und die jeweils verständlichste bzw.

vollständigste Variante. Für Namensbezeichnungen wird eine einmal gewählte Schreibweise unab-

hängig von der in der Quelle oder Literatur gewählte beibehalten.


28 Wiesehöfer, Das frühe Persien, 29.

29 Alexander Demandt, Dareius und der „falsche“ Smerdis 522 v.Chr., in: Das Attentat in der Ge-

schichte, Köln 1996, 9.



30 ebda. S. 7.

31DB § 6. Die Formulierung „war“ ich König bedeutet sicher nicht, dass er es jetzt nicht mehr ist. Ver-

mutlich handelt es sich um einen Schreib- oder Formulierungsfehler.



32 DB § 6, 432.

33 Herodot, III 71-78. und vgl. Kapitel 3.

34 das entspricht dem 1. Juli 522 v.Chr.

35 DB §§ 10-12, 425-426.

36 DB § 13, 426-427.

37 F. Gschnitzer, Die sieben Perser und das Königtum des Dareius, 7.

38 ebda. 8.

39 DB § 68, 448.

40 F. Gschnitzer, Die sieben Perser und das Königtum des Dareius, 11.

41 Herodot, III 76-78.

42 ebda. III 80-83.

43 Demandt, Dareius und der „falsche“ Smerdis 522 v.Chr., 6.

44 Demandt, Dareius und der „falsche“ Smerdis 522 v.Chr, 8.

45 Hans Henning von der Osten, Die Welt der Perser, Stuttgart 1956, 69

46 Gschnitzer, Die sieben Perser und das Königtum des Dareius, 18.

47 ebda. 17.

48 Herodot, I 96-100.

49 Gschnitzer, Die sieben Perser und das Königtum des Dareius, 36.

50 Eduard Meyer, Geschichte des Altertums, Bd. 4, Darmstadt. 61965.

51 von der Osten, Die Welt der Perser, 70.

52 Hier nannte er sich Nebukadnezar, um den legendären Namen für sich zu nutzen.

53 „Lügenkönig“ Nr. 2.

54 P.J. Junge, Dareius I., 50.

55 DB § 17-20, 428-429. und Herodot III 150-160.

56 P.J. Junge, Dareius I., 50.

57 DB §§ 22 ff, 430.

58 P.J. Junge, Dareius I., 52. In der Literatur wird Phraortes meist „Fravartis“ genannt.

59 ebda. 52. Auf die Annahme einer solchen Verbündung bietet die Inschrift keinen Hinweis.

60 DB §§ 45-47, 440-441.

61 DB § 32, 434.

62 DB § 55, 444.

63 DB § 58, 444-445.

64 DB §§ 60-70, 445-446.

65 P. J. Junge, Dareius I., 65.


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