Lieber Vorstand und liebe Mitglieder des aaeV!




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tarix26.04.2016
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Lieber Vorstand und liebe Mitglieder des AAeV!
Auch wenn seit dem Import von Tieren aus England durch Vorstandsmitglieder jetzt schon einige Zeit vergangen ist, möchte ich doch mein Befremden darüber einmal schriftlich zum Ausdruck bringen. Mich verärgert, wie leichtfertig gerade vom Vorstand des AAeV mit dem Thema Import aus Tuberkulose gefährdeten Gebieten umgegangen wird.
Sicher sind in Großbritannien interessante Zuchttiere zu relativ günstigen Preisen zu erwerben, doch die Preise sind eben auch eine Folge von bTb.
Ich denke allerdings nicht, dass uns günstige gute Zuchttiere so viel wert sein können, dass wir uns wissentlich einem derartigen Risiko aussetzen! Ich denke nicht, dass wir die Tötung kompletter Bestände und damit die Vernichtung von viel Liebe und Mühe einzelner Züchter riskieren dürfen, abgesehen von der öffentlichen Gesundheit!
Hier wurde bewusst - also grob fahrlässig! - das Risiko eingegangen, dass nicht nur andere Tiere, sondern auch Menschen durch eine eventuell eingeschleppte bTb der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt sind.

Nach wie vor bringt nämlich erst eine Obduktion Gewissheit darüber, ob bTb vorliegt oder nicht, darum ist auch ein Test am einzelnen Tier nicht aussagekräftig – das müssen wir uns vor Augen halten!


Sicherlich sind nicht sämtliche Alpakas aus Großbritannien krank oder potentiell gefährdet. Dennoch ist niemals nachzuvollziehen, mit welchen Tieren ein Alpaka in den letzten Jahren Kontakt hatte. Daher ist eine Differenzierung nach low- und high risk - Zonen müßig. Inkubationszeiten erstrecken sich über Jahre – wie lange sollte also so ein Tier in Quarantäne stehen, bis man verlässliche Aussagen treffen kann? Warum kann man nicht zur bisher verbreiteten Ansicht stehen, erst nach der Entwicklung eines zuverlässigen Tests Tiere aus Risikogebieten zu importieren – egal ob high oder low?
Unter den Züchtern und Alpaka- und Lamabesitzern, die ich kenne, hat das Ansehen des AAeV durch diesen Import durch (einzelne) Vorstandsmitglieder massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Ihre Vorbildfunktion haben die betroffenen Vorstandsmitglieder dadurch leider eingebüßt.
Meine Meinung ist daher, dass sie daraus ihre Konsequenzen ziehen sollten und über einen Rücktritt nachdenken. Sie scheinen selbst nicht zu den Idealen des Vereins zu stehen, die meiner Meinung nach sein sollten, verantwortungsbewusste Zucht zu betreiben, den Tieren positive Schlagzeilen zu bringen und damit ihre Beliebtheit zu fördern, und die Interessen von kleinen Züchtern und Besitzern in Deutschland zu vertreten.
Zu meinen Interessen gehört unter anderem, dass öffentlich bTb so ernst genommen wird, dass ich ohne Angst an Veranstaltungen teilnehmen kann (ich denke dabei z.B. an die Show in Hamm) und vor allem mich nicht vor dem ersten bTb-Fall unter Lamas oder Alpakas in Deutschland fürchten muss. Importe und ihre Zahl sollte der Verein im Auge behalten, Zahlen veröffentlichen, und sich nach Kräften für die Forschung an zuverlässigen Tests einsetzen.
Ich bitte des Weiteren darum, dass sich der AAeV als Verein wieder öffentlich gegen Importe aus Großbritannien ausspricht, nicht nur dabei hilft, sie „sauber abzuwickeln“, wie im Infoschreiben über die JHV erwähnt! Importe sind nicht notwendig, wir haben hervorragende Tiere im eigenen Land!
Mit freundlichen Grüßen,

Wiltrud Bauer


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